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Hinterbliebenenpension, Witwen- oder Witwerpension

Was?

Eine Hinterbliebenenpension ist eine Pension für die Hinterbliebenen nach einem Tod.

Ob der Verstorbene schon pensioniert war oder nicht ist egal.

Wir nennen diese Pension auch "Witwenpension" oder "Witwerpension".

 

Für wen?

Können Anrecht haben auf eine Hinterbliebenenpension:

Die Selbständigen können sich wenden an das LISVS.

 

Wann bekommen Sie als Ehepartner eine Hinterbliebenenpension?

Sie müssen die folgenden Bedingungen erfüllen:

  1. Sie haben zum Zeitpunkt des Todes das Mindestalter erreicht oder Sie empfangen eine Alterspension. Ist Ihr Ehepartner 2019 gestorben? Dann ist das Mindestalter 47 Jahre. Besehen Sie das Mindestalter für die anderen Jahre.
  2. Sie waren mindestens seit 1 Jahr geheiratet (oder sie befinden sich in einer Lage die wir daran gleichstellen).
  3. Sie sind nicht wieder verheiratet.
  4. Sie sind nicht verurteilt worden wegen Verbrechen gegen den verstorbenen Ehepartner (siehe Artikel 727, § 1, 1° oder 3° des Zivilgesetzbuches).

Wichtig: erfüllen Sie alle Bedingungen, außer der Mindestaltersbedingung? Dann kommen Sie in Betracht für eine Übergangsleistung.

 

Lagen die wir als eine 1-jährige Ehe betrachten

Waren Sie geheiratet, aber kein vollständiges Jahr? Dann haben Sie vielleicht doch Anrecht auf eine Hinterbliebenenpension, wenn Sie eine von diesen Bedingungen erfüllen:

  • Sie wohnten schon vor der Ehe gesetzlich zusammen und die Perioden des gesetzlichen Zusammenlebens und der Ehe dauerten zusammen mindestens 1 ununterbrochenes Jahr.
    oder
  • Zum Zeitpunkt des Todes war ein Kind zu Lasten für das Sie oder Ihr Ehepartner Kindergeld empfingen.
    oder
  • Ein Kind ist geboren aus Ihrer Ehe oder dem gesetzlichen Zusammenleben.
    oder
  • Sie kriegen innerhalb 300 Tage nach dem Tod ein Kind von Ihrem Ehepartner.
    oder
  • Sie waren verheiratet zum Zeitpunkt des Todes und der Tod ist die Folge eines Unfalls oder einer Berufskrankheit nach dem Heiratsdatum.

 

Nur beim Tod eines Bediensteten: vorläufige Hinterbliebenenpension

Waren Sie kein vollständiges Jahr geheiratet und wird Ihre Lage nicht gleichgestellt? Dann können Sie als Ehepartner oder ehemaliger Ehepartner eines Bediensteten doch Anrecht haben auf eine vorläufige Hinterbliebenenpension von 12 Monaten.

Die Berechnung und der Antrag geschehen wie bei der gewöhnlichen Hinterbliebenenpension.

Lesen Sie hier wie Sie eine vorläufige Hinterbliebenenpension beantragen.

 

Altersbedingungen für eine Hinterbliebenenpension

Im Jahre 2020 ist 47 Jahre und 6 Monate das Mindestalter.

Im Jahre 2025 ist 50 Jahre das Mindestalter.

Nun befinden wir uns in einer Übergangsperiode: das Mindestalter erhöht sich jedes Jahr um 6 Monate:

Ehepartner gestorben im Jahre: Mindestalter der Angehörigen zum Zeitpunkt des Todes:
2015 und früher 45 Jahre
2016 45 Jahre und 6 Monate
2017 46 Jahre
2018 46 Jahre und 6 Monate
2019 47 Jahre
2020 47 Jahre und 6 Monate
2021 48 Jahre
2022 48 Jahre und 6 Monate
2023 49 Jahre
2024 49 Jahre und 6 Monate
2025 50 Jahre

Wichtig: sind Sie zu jung, erfüllen Sie aber die anderen Bedingungen? Dann haben Sie Anrecht auf eine 12- oder 24-monatige Übergangsleistung.
Alles zur Übergangsleistung 

 

Ehemaliger Ehepartner eines Bediensteten

Wenn Sie der ehemalige Ehepartner eines verstorbenen Bediensteten sind und nicht wieder verheiratet sind, so können Sie auch eine Hinterbliebenenpension bekommen, wenn Sie die Bedingungen erfüllen.

Kommen Sie als ehemaliger Ehepartner und der heutige Ehepartner zum Zeitpunkt des Todes in Betracht für eine Hinterbliebenenpension? In jenem Fall verteilen wir die Hinterbliebenenpension.

Wichtig: wenn Sie und der Ehepartner zusammen in Betracht kommen für eine Hinterbliebenenpension, müssen Sie Ihren Pensionsantrag innerhalb des Jahres nach dem Tode des verstorbenen Bediensteten einreichen. Wenn Sie das nicht machen, so verlieren Sie Ihr Anrecht auf eine Hinterbliebenenpension.

Diese Verteilung ist endgültig, das bedeutet, dass die Hinterbliebenenpension des überlebenden Ehepartners nicht angepasst wird, zum Beispiel bei einer zweiten Ehe oder dem Tod des ehemaligen Ehepartners.

 

Wann haben Waisen Anrecht auf eine Hinterbliebenenpension?

Waisen müssen diese Bedingungen erfüllen:

  1. Der Verstorbene war Bediensteter.
  2. Sie sind Vollwaisen. Die vater- oder mutterlose Waise wird einer Vollwaise gleichgestellt, wenn:
    • der überlebende Elternteil kein Anrecht hat auf eine Hinterbliebenenpension;
    • seine Abstammung nur hinsichtlich des verstorbenen Elternteils feststeht.
  3. Sie sind jünger als 18 Jahre alt oder sie sind volljährig, aber geben noch immer Anrecht auf Kindergeld.
  4. Sie sind nicht verurteilt worden wegen Verbrechen gegen den Verstorbenen.

Bei Vormundschaft, nehmen Sie am besten Kontakt mit uns auf.

 

Wie viel?

1 Betrag geben für alle, können wir nicht. Die Berechnung hängt ja unter anderem ab von:

  • der Anzahl der Personen, die Anrecht haben auf die Hinterbliebenenpension;
  • dem eventuellen Anrecht auf den garantierten Mindestbetrag;
  • einer möglichen Beschränkung des relativen oder absoluten Maximums (für Bedienstete);
  • anderen Einkünften (Beruf oder Leistungen)
    Alles zur Kumulierung von Pensionen mit anderen Einkommen

Möchten Sie mehr wissen zu dieser Berechnung?

Arbeitnehmer: Berechnung der Bruttohinterbliebenenpension
Bedienstete: Berechnung der Bruttohinterbliebenenpension

 

Wie beantragen?

Sie brauchen nichts zu beantragen wenn Ihr verstorbener Ehepartner schon pensioniert war.

In allen anderen Fällen müssen Sie doch einen Antrag einreichen.

Müssen Sie einen Antrag einreichen?

Beantragen Sie dann Ihre Hinterbliebenenpension online

Sie können Ihren Antrag auch einreichen bei:

 

Gut zu wissen: wann setzt Ihre Hinterbliebenenpension ein?

  • War der Verstorbene schon pensioniert?
    • Dann setzt Ihre Hinterbliebenenpension am ersten Tag des Monats nach dem Tod ein.
  • War der Verstorbene noch nicht Pensioniert?
    • Dann setzt Ihre Hinterbliebenenpension als Arbeitnehmer am ersten Tag des Todesmonats ein.
    • Dann setzt Ihre Hinterbliebenenpension als Bediensteter am ersten Tag des Monats nach dem Tod ein.

Ausnahme: müssen Sie doch einen Antrag einreichen? Achtung, wenn Sie mehr als 12 Monate nach dem Tod einen Antrag einreichen, so setzt Ihre Hinterbliebenenpension nur ein am ersten Tag des Monats, der auf Ihren Antrag folgt.

Achtung: wenn es sowohl einen Ehepartner als einen ehemaligen Ehepartner gibt, so verliert der ehemalige Ehepartner das Anrecht auf die Hinterbliebenenpension wenn er seinen Antrag nicht einreicht innerhalb des Jahres, das auf den Tod folgt. 

 

Gut zu wissen: wann wird Ihre Hinterbliebenenpension bezahlt?

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