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Beispiele

Standardbeispiel

Benoît wurde 1960 geboren und arbeitet seit er 23 Jahre alt ist. Er geht in Pension am 1. März 2023, und hat zu diesem Zeitpunkt eine 43-jährige Laufbahn.

Für jedes Laufbahnjahr führen wir für die Berechnung die untenstehenden Schritte aus. Wir zählen dann die Pensionsanteile zusammen, um den Bruttojahresbetrag der Pension zu bekommen auf den Benoît Anrecht hat.

Um unser Beispiel zu vereinfachen gehen wir davon aus, dass Benoît für jedes Laufbahnjahr denselben aufgewerteten Lohn empfangen hat (genauso viele gearbeitete und gleichgestellte Tage für jedes Jahr).

Für die Berechnung und die Beträge wird in diesem Beispiel der Index 183,17 vom 1. März 2026 verwendet.

1. Schritts = Betrag des realen, fiktiven und pauschalen Lohns

Benoît empfing 10 000 Euro Reallohn für die gearbeiteten Tage und 10 000 Euro Fiktivlohn für die gleichgestellten Tage, insgesamt also 20 000 Euro.
 

2. Schritt = Vergleich des jährlichen Gesamtentlohns mit der Lohngrenze

Wir vergleichen den Gesamtlohn mit der Lohntgrenze (für das Jahr 2010 zum Beispiel): 20 000 Euro < 47 960,29 Euro. Da der Gesamtlohn die Lohntgrenze nicht überschreitet, wird er vollständig berücksichtigt.
 

3. Schritt = Aufwertung des jährlichen Gesamtlohns

Der Gesamtlohn wird den Lebenshaltungskosten angepasst durch Anwendung der spezifischen Aufwertungskoeffizienten für jedes Jahr.

Für 2010 beträgt der aufgewertete Gesamtlohn 20 000 Euro x 1,427825 (Koeffizient 2010) = 28 556,50 Euro.
 

4. Schritt = Jedes Laufbahnjahr wird durch 45 geteilt

28 556,50 Euro / 45 = 634,58 Euro, was übereinstimmt mit dem Pensionsanteil für 2010.
 

5. Schritt = Multipliziert mit 60 %

634,58 Euro x 60 % = 380,75 Euro.

Jährlicher Bruttopensionsbetrag von Benoît

15 991,50 Euro (42 Jahre mit demselben Pensionsanteil x 380,75 Euro) + 95,19 Euro (weil 2026 mit 3 Monaten nicht vollständig ist, wird der Pensionsanteil proportional berechnet: 3/ 12 x 380,75 Euro) = 16 086,69 Euro.

 

Beispiel mit Korrekturen

Gesamtlohn niedrig - Erhöhung bis zum garantiertes Mindestjahreslohn, was zum Mindestanrecht pro Laufbahnjahr führt

Wenn der aufgewertete Gesamtlohn pro Jahr niedriger ist als der Betrag des Mindestanrechts pro Laufbahnjahr, so ersetzt dieser Betrag den aufgewerteten Gesamtlohn für das betroffene Jahr.

Das Mindestanrecht beträgt pro Laufbahnjahr 33 418,99 Euro für ein ganzes Jahr (mit Arbeitstagen und gleichgestellten Tagen).

Wenn wir das Mindestanrecht pro Laufbahnjahr anwenden, wird der Jahrespensionsbetrag für eine vollständige 45-jährige Laufbahn beschränkt auf 23 357,91 Euro.

Achtung:

  • Falls der Berechtigte eine vollständige Laufbahn hat, darf die Ersetzung eines oder mehrerer aufgewerteten Gesamtlöhn durch den garantierten Mindestjahreslohn nicht dazu führen, dass die Gesamtpension 23 357,91 Euro übersteigt.
  • Übersteigt die Gesamtpension diese Obergrenze, so wird sie auf 23 357,91 Euro begrenzt.
  • Handelt es sich um eine unvollständige Laufbahn, so wird der Grenzbetrag proportional gesenkt.
     

Weil in unserem Beispiel der jährliche Gesamtlohn niedriger ist als das Mindestanrecht pro Laufbahnjahr (28 556,50 Euro < 33 418,99 Euro) ersetzen wir für jedes Jahr den Lohn von Benoît durch den garantierten Mindestjahreslohn pro Laufbahnjahr.

1. Schritt = Betrag des garantierten Mindestjahreslohn

33 418,99 Euro
 

2. Schritt = Dieser Lohn wird für jedes Laufbahnjahr durch 45 geteilt

33 418,99 Euro / 45 = 742,64 Euro
 

3. Schritt = Multipliziert mit 60 %

742,64 x 60 % = 445,58 Euro

Den Betrag von 445,58 Euro nennen wir auch das "Mindestanrecht pro Laufbahnjahr". Es hängt direkt mit dem garantierten Mindestjahreslohn zusammen. Für ein ganzes Jahr mit Vollzeitarbeit oder Gleichstellung kann das Pensionsrecht nicht niedriger sein.
 

Jährlicher Bruttopensionsbetrag von Benoît auf der Basis des garantierten Mindestlohns pro Laufbahnjahr

18 714,36 Euro (42 Jahre mit dem gleichen Pensionsanteil x 445,586 Euro) + 111,39 Euro (weil 2026 mit 3 Monaten nicht vollständig ist, wird der Pensionsanteil proportional berechnet: 3/12 x 445,58 Euro) = 18 825,75 Euro.

Dieser Betrag muss nicht begrenzt werden. Es ist niedriger als 22 319,78 Euro (= 23 357,91 Euro x 43/45).

 

Einfluss der Familienlage – Umsetzung in den Betrag zum Haushaltsatz?

Der Ehepartner von Benoît hat keine eigenen Einkünfte (keine persönliche Pension, keine Berufseinkünfte und keine Sozialleistungen).

Deswegen wird die Pension von Benoît zum Haushaltsatz zuerkannt. Wir multiplizieren den berechneten Pensionsbetrag mit 1,25 um  ihn auf den Betrag zum Haushaltsatz zu erhöhen, was zum folgenden Ergebnis führt: 18 825,75 Euro x 1,25 = 23 532,19 Euro.

 

Niedriger Gesamtpensionsbetrag – garantierte Mindestpension?

Wir prüfen, ob die Pension von Benoît auf den Betrag der Mindestpension, nämlich 27 665,22 Euro (Betrag zum Haushaltsatz) für eine vollständige Laufbahn, erhöht werden kann.

Er erfüllt die Zuerkennungsbedingung für die garantierte Mindestpension, denn seine Laufbahn zählt 42 Jahre mit mindestens 208 Vollzeittagäquivalenten (42 Jahre mit 312 Vollzeittagen, und das letzte Laufbahnjahr mit 52 Vollzeittagen).

Der Betrag der garantierten Mindestpension, der für Benoît, im Verhältnis zu seiner Laufbahn anwendbar ist, beträgt 26 435,65 Euro. Dieser Betrag ist das Ergebnis der Multiplikation des Mindestbetrages zum Haushaltsatz für eine vollständige Laufbahn mit dem Laufbahnbruch 43/45 (27 665,22 Euro x 43/45).

Der Pensionsbetrag von Benoît aufgrund der garantierten Mindestpension ist 26 435,65 Euro und ist also höher als der berechnete Pensionsbetrag (aufgrund des Mindestanrechts pro Laufbahnjahr), der gleich 23 532,19 Euro entspricht. Deswegen wird die garantierte Mindestpension zuerkannt.