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Sonderregelungen

Sind Sie professioneller Journalist, Mitglied des Flugpersonals der Zivilluftfahrt, Seefahrer oder Bergmann? Dann können für die Berechnung Ihrer Pension besondere Regelungen gelten. Allerdings werden diese Sonderregelungen allmählich abgeschafft – mit Ausnahme der Regelung für professionelle Journalisten.

 

Sie sind

Professionelle Journalisten

Die einzige besondere Berechnungsregel, die für Ihre Pension als professioneller Journalist gilt, betrifft die Löhne die berücksichtigt werden: Ihre Pension wird auf der Grundlage Ihres tatsächlichen, fiktiven und pauschalen Lohns berechnet, erhöht um 33,33 %.

 

Mitglieder des Flugpersonals der Zivilluftfahrt

Die vorteilhaftere Berechnung Ihrer Pension als Mitglied des Flugpersonals hängt ab von:

  1. Ihrem Alter am 31. Dezember 2011 (Sie müssen mindestens 55 Jahre alt sein)
  2. und
  3. Ihrer Laufbahn als Mitglied des Flugpersonals.

 

Sie sind vor dem 01/01/1957 geboren

Wir berechnen Ihre Laufbahnlänge nicht wie bei einem normalen Angestellten in 45steln:

  • in 30steln wenn Sie eine 20-jährige normale und hauptberufliche Tätigkeit (als Mitglied des Fahrpersonals) nachweisen
  • oder
  • in 34steln wenn Sie eine 23-jährige normale und hauptberufliche Tätigkeit (als Mitglied des Fahr- oder Kabinenpersonals) nachweisen

Wir betrachten die Beschäftigung als Mitglied des Flugpersonals als gewöhnlich und hauptberuflich, wenn sie pro Kalenderjahr Folgendes umfasst:

  • vor dem 01/01/2012, 185 Tage von mindestens 4 Stunden oder 150 Flugstunden
  • ab dem 01/01/2012 mindestens 104 Vollzeittage mit mindestens 49 Flugminuten pro Tag.

Die Lohnobergrenze ist auch günstiger als die eines normalen Angestellten. Diese beträgt zum aktuellen Zeitpunkt:

  • 86 664,00 EUR für Piloten
  • 64 998,00 EUR für das Kabinenpersonal.

Diese besonderen Regeln gelten für Ihre gesamte Laufbahn als Mitglied des Flugpersonals, auch in den Jahren, in denen Sie ab dem 01/01/2012 tätig waren.
 

Sie sind nach dem 01/01/1957 geboren

Die besonderen Regeln sind nur anwendbar auf die Berechnung Ihrer Pension für Ihre Jahre mit einer normalen und hauptsächlichen Beschäftigung vor dem 01/01/2012.

Für die Jahre ab dem 01/01/2012 wenden wir die normalen Regeln an: die Berechnung in 45steln und die Lohnobergrenze eines normalen Angestellten.

 

Seefahrer

Wir können die Pension für Ihre Leistungen als Seefahrer nach einer für Sie vorteilhafteren Methode berechnen. In dem Fall berücksichtigen wir eine kürzere Laufbahn:

  • in 40stel
  • oder
  • in 14steln, wenn Sie mindestens 5 040 Seetage (entsprechend 168 Monate x 30 Tage) unter belgischer oder luxemburgischer Flagge und mit Registrierung im Pool der Seeleute nachweisen.

Für die Berechnung Ihrer Pension wenden wir die Lohnobergrenze eines normalen Angestellte an.

 

Sie sind vor dem 01/01/1957 geboren

Wir berechnen Ihre Pension für Ihre Leistungen als Seefahrer in:

  • 40steln
  • oder
  • 14steln, wenn Sie während Ihrer gesamten Laufbahn 5 040 Seetage nachweisen.

Ihre Leistung als normaler Angestellter wird jedoch immer mit 45steln berechnet.
 

Sie sind nach dem 01/01/1957 geboren

Wir berechnen Ihre Pension für Ihre Leistungen als Seefahrer folgendermaßen:

  • in 40steln für Ihre Leistung als Seemann vor dem 01/01/2012
  • in 45steln für Ihre Leistung als Seemann ab dem 01/01/2012
  • in 14steln, wenn Sie nachweisen:
    • mindestens 2 520 Seetage am 31/12/2011,
      und
    • mindestens 5.040 Seetage für Ihre gesamte Laufbahn.

 

Bergleute

Ihre Pension als Bergmann können wir in bestimmten Fällen, besser berechnen in Abhängigkeit von:

  1. Ihrem Alter
  2. und
  3. Ihre Laufbahn als Bergmann.

Für die Berechnung Ihrer Pension wenden wir die Lohnobergrenze eines normalen Angestellten an.

Darüber hinaus haben Sie möglicherweise Anspruch auf:

 

In welchem Fall habe ich Anspruch auf die günstigere Berechnung meiner Pension als Bergmann?

Sie sind vor dem 01/01/1957 geboren

Sie können die Berechnung Ihrer Pensionen in 30steln durchführen lassen, wenn Sie mindestens 20 Jahre normale und hauptberufliche Beschäftigung als Bergmann nachweisen.
 

Sie sind nach dem 01/01/1957 geboren

Für Ihre Jahre als Bergmann vor dem 01/01/2012 können Sie auch eine Berechnung in 30steln durchführen lassen, wenn Sie eine normale und hauptberufliche Beschäftigung von mindestens 20 Jahren vor dem 01/01/2012 nachweisen.

Die Jahre als Bergmann ab dem 01/01/2012 berechnen wir gemäß der Regelung für gewöhnliche Arbeitnehmer in 45stel.

Die Tätigkeit als Bergmann (unter Tage oder über Tage) betrachten wir als gewöhnlich und hauptberuflich, wenn diese pro Kalenderjahr als Ihre Pension ab dem 01/01/2005 beginnt.

 

Wann habe ich als Bergmann Anspruch auf die Pensionszusatzleistung?

Ihre Pension als Bergmann kann mit einem Zuschlag erhöht werden, wenn Sie mindestens 25 Jahre normale und hauptberufliche Beschäftigung als Bergmann unter Tage nachweisen. Sie müssen diese Bedingung erfüllen:

  • am ursprünglichen Einsetzungsdatum Ihrer Pension, wenn Sie vor dem 01/01/1957 geboren sind
  • am ursprünglichen Einsetzungsdatum Ihrer Pension, wenn Sie nach dem 1.1.1957 geboren sind und das Einsetzungsdatum Ihrer Pension vor dem 01/01/2013 liegt
  • spätestens am 31/12/2011, wenn Sie nach dem 01/01/1957 geboren sind und das Einsetzungsdatum Ihrer Pension nach dem 01/01/2013 liegt.

Der Betrag der zugeteilten Zusatzleistung entspricht der Differenz zwischen:

  • dem Betrag einer fiktiven Pension, der so genannten Referenzpension
  • und
  • dem Gesamtbetrag aller gesetzlichen Alterspensionen, die Sie erhalten.

Die Referenzpension entspricht: dem Pensionsbetrag, den wir berechnen, als ob Sie 30 Kalenderjahre eine gewöhnliche und hauptberufliche Tätigkeit als Bergmann unter Tage ausgeübt haben. Der Lohn für die zusätzlichen Jahren berechnen wir aufgrund der indexierten tatsächlichen, pauschalen und fiktiven Löhne des vorletzten vollständigen gearbeiteten Jahres als Bergmann unter Tage.

Bei den gesetzlichen Alterspensionen berücksichtigen wir nicht die Pensionen, die im Rahmen von Regelungen bezahlt werden, die unter die EU-Verordnungen zur Koordinierung der Sozialversicherungssysteme fallen.

Sie erhalten die Zusatzleistung nur wenn Sie alle Pensionen beantragt haben, auf die Sie Anspruch haben.
 

Habe ich Anspruch auf die Zusatzleistung für meinen verstorbenen Ehepartner?

Als überlebender Ehepartner eines Bergmanns unter Tage können Sie die Zusatzleistung Ihres verstorbenen Ehepartners erhalten, wenn er darauf Anspruch hatte oder diese Zusatzleistung bereits erhielt.
 

In welchem Fall habe ich Anspruch auf die Heizzulage?

Wir können Ihnen eine Heizzulage zuteilen gemäß der Anzahl der Jahre, die Sie als Bergmann gearbeitet haben (maximal 30 Jahre), und wenn Sie folgende Bedingungen erfüllen:

  • Sie erhalten eine Alterspension und haben für mindestens 20 Jahre eine gewöhnliche und hauptberufliche Tätigkeit als Bergmann (unter Tage oder über Tage) in Belgien oder in einem anderen Land des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) ausgeübt
  • oder
  • Sie erhalten gleichzeitig zu Ihrer Alterspension eine Invaliditätspension des LIKIV, auf die Sie auf der Grundlage Ihrer Tätigkeit als Bergmann Anspruch haben oder Anspruch haben würden
  • oder
  • Sie erhalten eine Alterspension für eine gewöhnliche und hauptberufliche Tätigkeit von mindestens 25 Jahren als Bergmann unter Tage.
     

Welche Jahre werden für die Gewährung der Heizzulage berücksichtigt?

Im Grunde genommen nehmen wir nur Ihre tatsächlich gearbeiteten Tage als Bergmann unter Tage die auf die Gewährung Ihrer Alterspension angerechnet werden und für die Sie Anspruch auf die Heizzulage haben.

Die von Ihnen geleisteten Jahre als Bergmann über Tage können wir erst ab dem Alter, in dem Sie als Bergarbeiter über Tage Anspruch auf eine Pension haben, für die Berechnung des Heizzulage berücksichtigen.

Hinweis: wenn Sie nach dem 01/01/1957 geboren sind, werden nur Ihre Jahre als Bergmann unter Tage bis zum 31/12/2011 berücksichtigt.
 

Habe ich als überlebender Ehepartner Anspruch auf die Heizzulage meines verstorbenen Ehepartners?

Als überlebender Ehepartner eines Bergmanns unter Tage können Sie die Heizzulage Ihres verstorbenen Ehepartners erhalten, wenn er darauf Anspruch hatte oder diese Zulage bereits erhielt. Sie haben nicht automatisch Anspruch auf den Höchstbetrag, es sei denn, Ihr Ehepartner war Bergmann mit einer körperlichen Behinderung.
 

Habe ich als de facto geschiedener oder geschiedener Ehepartner Anspruch auf einen Teil der Heizzulage meines Ehepartners?

Wenn Ihr Ehepartner, der eine Heizzulage erhält, und Sie de facto geschieden sind, können Sie die Hälfte des Betrags seiner Heizzulage nur dann erhalten, wenn Sie Anspruch auf einen Teil seiner Alterspension haben.

Aber wenn Sie geschieden sind, haben Sie keinen Anspruch auf die Heizzulage Ihres ehemaligen Ehepartners.
 

Wie hoch ist die Heizzulage?

Die Heizzulage beträgt 33,02 EUR pro Jahr (1/30stel) (mit dem Index 147,31 am 01/03/2020).
 

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Zusatzleistung und der Heizzulage?

Die Zuteilung oder Nichtzuteilung der Zusatzleistung zur Pension als Bergmann hat keinen Einfluss auf die Zuteilung der Heizzulage.
 

Wie wird die Heizzulage ausgezahlt?

Die Heizzulage wird monatlich zusammen mit Ihrer Pension gezahlt und beträgt 1/12tel des Jahresbetrags, auf den Sie Anspruch haben.

Hinweis: Wenn Sie Ihren Pensionsanspruch verlieren, verlieren Sie auch den Anspruch auf die Heizzulage.

Auch die Aussetzung der Auszahlung Ihrer Pension für einen bestimmten Zeitraum als Sanktion anlässlich der Überprüfung der zulässigen Arbeit führt automatisch zur Aussetzung der Auszahlung Ihrer Heizzulage für die gleiche Dauer.

Die Kürzung Ihres Pensionsbetrags aufgrund Ihrer Überschreitung der zulässigen beruflichen Aktivität hat jedoch keinen Einfluss auf die vollständige Auszahlung Ihrer Heizzulage.

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